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Verlängert intermittierendes Fasten das Leben

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Wissenschaftler sind der Frage „Verlängert intermittierendes Fasten das Leben?“ nachgegangen.  Bei Ratten und Mäusen konnten durch das intermittierende Fasten bereits in den frühen 1900 Jahren sehr gute gesundheitliche Erfolge nachgewiesen werden. Am erstaunlichsten ist wohl, dass diejenigen Versuchstiere, die auf eine intermittierende Fasten Diät gesetzt wurden deutlich länger lebten als ihre Artgenossen.

Auch war das Wachstum künstlich eingesetzter Tumore deutlich langsamer und Herzkrankheiten nahmen ab. Grundsätzlich war auch der Glucose- und Insulinspiegel der fastenden Tiere besser. Da die Versuchsgruppe meist so viel essen konnte wie sie wollte, die fastenden Tiere jedoch nur an den Nicht-Fastentagen, war auch das Gewicht der Tiere wie erwartet deutlich unterschiedlich.

Zwar wurde bei Tieren das intermittierende Fasten bereits in verschiedenen Versuchsreihen getestet, was jedoch nicht bedeutet, dass der Erfolg zwangsläufig auf den Menschen übertragbar ist. Gerade bei normalgewichtigen oder dünnen Menschen ist der Effekt umstritten. Um genaue Aussagen treffen zu können, müssen hierzu noch weitergehende Studien angestoßen werden.

Gesundheitliche Vorteile des intermittierenden Fastesn

Das intermittierende Fasten hat gleich mehrere gesundheitliche Vorteile:

  • Entzündungsprozesse können reduziert werden,
  • Cholesterinwerte im Blut können sich normalisieren
  • und die Fettverbrennung kann gesteigert werden.

Als schonende Methode ist diese Form des Abnehmens durchaus geeignet, jedoch sollte sich der Körper erst langsam an den Verzicht gewöhnen.

In der heutigen Zeit erscheint Verzicht etwas Unnatürliches zu sein, allerdings ist unser Körper noch auf frühere Zeiten eingestellt, als Nahrung nicht allgegenwärtig und der Hunger unser ständiger Begleiter war.

Das Fehlen von Nahrung macht Menschen robuster, weil der Körper seine Kräfte mobilisiert. Dass er dabei Fett verbrennt, um Energie herzustellen, ist heutzutage ein erwünschter Nebeneffekt.

Die Verdauung entzieht dem Körper ebenfalls Ressourcen, sodass eine Fastenkur durchaus zu einem Wohlgefühl und körperlicher Frische führen kann. Insgesamt kann beim Fasten die Anfälligkeit gegenüber verschiedenen Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen sinken.

Durch den Verzicht von einigen Stunden auf feste Nahrung, bekommen die Verdauungsorgane die Gelegenheit einmal richtig „aufzuräumen“. Die nach so einer Essenspause aufgenommene Nahrung kann dann viel leichter verdaut werden. Dadurch können die Nährstoffe viel besser verwertet werden und das Immunsystem wird gestärkt.

Entzündungswerte sinken

Der amerikanische Neurowissenschaftler Mattson stellte im Labor fest, dass Ratten länger leben, wenn sie jeden zweiten Tag weniger zu fressen bekommen. Mattson ist sich sicher, dass die Methode auch beim Menschen funktioniert. Erste Untersuchungen zur 5:2- Diät scheinen Mattsons These zu bestätigen.

Entzündungswerte im Körper sinken, wenn man sich an zwei Tagen pro Woche von nur 500 Kalorien ernährt. Wahrscheinlich, weil es ans Bauchfett geht.

Die Polster um die Körpermitte schütten entzündungsfördernde Botenstoffe und Hormone aus, die das Risiko erhöhen, später mal an einer der typisch westlichen Zivilisationskrankheiten zu sterben: Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes.

Intermittierendes Fasten hält länger jung

Intermittierendes Fasten soll auch die Produktion von Wohlfühl- und Jungbleibhormonen anregen und kann uns dabei unterstützen länger jung und fit zu bleiben.

Ein leerer Magen regt die sogenannten SIRT-Gene an, die für eine verstärkte Produktion von Sirtuinen, einer bestimmten Art von Proteinen, sorgen.

Diese Proteine überprüfen sämtliche Körperzellen nach Schäden, inklusive an der DNS und reparieren diese. Es ist daher nicht weit hergeholt, dass diejenigen, die tägliche Fastenperioden in Form des intermittierenden Fastens einbauen, länger jung und vital bleiben.

An Ratten konnte dieser verjüngende und regenerierende Effekt bereits nachgewiesen werden.

zweimal die Woche kaum was essen, ist das gesund?

Wie gesagt, zuverlässige Erkenntnisse über langfristige Folgen des intermittierenden Fastens fehlen. Aber erste Studienergebnisse sind vielversprechend: Blutfett, Cholesterin und Blutdruck sinken, bei Diabetikern stabilisiert sich der Insulinhaushalt, und Schmerzpatienten berichten von einer Verbesserung.

Selbst Krebskranke könnten profitieren. Bei Untersuchungen an der University of Southern California wurde herausgefunden, dass Chemotherapie in Kombination mit Fasten besser anschlägt als eine Chemo allein. Die Berliner Charite will es genau wissen und führt derzeit eine groß angelegte Studie zum Thema durch. Aber auch gesunde Menschen können sich mit periodischem Fasten etwas Gutes tun, sagt Mark Mattson.

Wer darf nicht fasten?

Diabetiker, Nierenpatienten, Schilddrüsenkranke, Leberpatienten und Menschen mit Depressionen dürfen nicht intermittierend fasten. Bei Frauen, die eine Radikaldiät machen oder magersüchtig sind, wurden Zyklusstörungen beobachtet. Ist ein Kinderwunsch vorhanden, sollte vor Diätbeginn mit einem Arzt Rücksprache gehalten werden.


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